Embodiment

Während meiner langjährigen Tätigkeit als Yogalehrerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie habe ich eine zentrale Erkenntnis gewonnen, die auch in der Fachwelt unter dem Begriff „Embodiment“, zu Deutsch: Verkörperung oder verkörperte Selbstwahrnehmung, immer mehr Beachtung findet: Körper und Geist beeinflussen sich wechselseitig. Einerseits wirkt sich die geistige Verfassung des Menschen auf seinen Körper aus – etwa auf Gestik, Mimik und Körperhaltung. Bei chronischem Stress können Verspannungen unserer (Rücken-) Muskulatur zu Fehlhaltungen und deprimierenden Schmerzen führen. Aber auch der umgekehrte Weg ist möglich. Der Körper kann das psychische Erleben und somit auch den Geist beeinflussen. Zum Beispiel kann über gezielte Veränderung des Atems und von Spannungsmustern der Körpermuskulatur die emotionale Befindlichkeit verändert werden.

Salutogenese

Das salutogenetische Modell (lat.: salus = Gesundheit, Wohlbefinden; griech.: genesis = Geburt, Ursprung, Entstehung) betrachtet Gesundheit und Krankheit nicht als sich gegenseitig ausschließende Gegensätze, sondern als Endpunkte eines Kontinuums, auf dem der Mensch die verschiedensten Positionen einnehmen kann. Danach ist Krankheit eine normale Erscheinung im menschlichen Leben und nicht eine Abweichung von Normalität. Da der menschliche Organismus der ständigen Wandlung unterliegt, müssen Menschen stetige Anpassungs- und aktive Bewältigungsleistungen erbringen, um ihre Gesundheit zu erhalten. Interne (personale) und externe (Umwelt) Faktoren beeinflussen diesen Anpassungsprozess. Zu den individuellen Gesundheitsressourcen zählt ein tief verwurzelter Glaube an das Positive im Leben, ein Gefühl der Stimmigkeit (Kohärenzgefühl), bestehend aus den Komponenten

  • Verstehbarkeit: das Verständnis, die Erklärbarkeit und Vorhersehbarkeit der eigenen Person (Körper, Gedanken, Gefühle) und der äußeren Ereignisse,
  • Handhabbarkeit/Bewältigbarkeit: die Fähigkeit zur erfolgreichen Bewältigung von Belastungen (es stehen Mittel und Wege zur Lösung der Aufgaben und Herausforderungen bereit),
  • Bedeutsamkeit: wird es als lohnenswert und sinnvoll angesehen, sich mit der anstehenden Herausforderung auseinanderzusetzen?

 

 






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