BEWEGUNGSORIENTIERTE KURSE

 

Unsere bewegungsorientierten Kurse "Pilates Basic Mattentraining" und "Rückenbalance" richten sich an Menschen, die mit Hilfe eines gezieltes Ganzkörpertrainings den speziellen berufs- und lebensstilbedingten Risiken im Bereich des Muskel-Skelett-Systems, im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems und des metabolischen Bereichs und im psychosomatischen Bereich vorbeugen möchten. Die Kurse dienen der Verbesserung der physischen Ressourcen Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, zur Vermeidung von Übergewicht und Verhütung von Gelenkverletzungen. Die Kurse möchten einen Beitrag leisten zur Vermittlung von Körpererfahrung und positiven Bewegungserlebnissen in der Gruppe.

Rückenbalance

Viele Menschen sitzen zu viel, verlernen körpergerechte Bewegungsmuster und gleichen diese Defizite nur selten aus. Neben Bewegungsmangel gelten individuelles Verhalten, Lebensstil und Stress als Einflussfaktoren bei der Entstehung, der Wiederkehr und einer möglichen Verstärkung von Rückenschmerzen. Die Übungen des Kurses „Rückenbalance“ streben die Stärkung und Stabilisierung der Rumpfmuskulatur, Mobilisierung der Wirbelsäule und Gelenke, die Verbesserung von Beweglichkeit, Koordination und Kraftausdauer, die Ausbalancierung der Körperhaltung, die Anregung des Kreislaufs und die Entwicklung der Körperwahrnehmung an. Neben der Stärkung des Rückens ist der Stressausgleich ein wichtiger Ansatzpunkt, um verspannungsbedingten Beschwerden vorzubeugen. Durch ruhige und achtsame Bewegungsausführung wird das Zusammenspiel von Körper und Geist trainiert. Entspannungsübungen helfen, den muskulären Verspannungen entgegenzuwirken. Zielsetzung ist, einer Wiederkehr oder Chronifizierung von Rückenschmerzen vorzubeugen sowie Verhaltensstrategien zum Umgang mit Rückenschmerzen zu vermitteln.

Pilates

Die Pilates-Methode (benannt nach dem Erfinder der Methode Josef Pilates, 1883-1967) ist ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Beckenboden-, Bauch und Rückenmuskulatur. Pilates-Übungen unterstützen auf der physischen und mentalen Ebene. Körperlich entwickelt die Pilates–Methode Ausgeglichenheit, Kraft, Flexibilität und Koordination. Die Muskulatur wird gleichzeitig gekräftigt und gedehnt, die Haltung verbessert, die Körperwahrnehmung geschult und das Gleichgewicht optimiert. Auf mentaler Ebene reduzieren die Übungen Stress, fördern Konzentration und Entspannung, verbessern die Selbstwahrnehmung, Selbstregulation und das Selbstwertgefühl. Durch ruhige und achtsame Bewegungsausführung wird das Zusammenspiel von Körper und Geist trainiert. Grundlage aller Übungen ist das Trainieren des sogenannten „Powerhouse“, womit die in der Körpermitte liegende Muskulatur rund um die Wirbelsäule gemeint ist, die so genannte Stützmuskulatur des Rumpfes und der Beine. Die unterschiedlichen Schichten dieser Muskulatur werden dabei von innen, den tiefliegenden wirbelsäulennahen Muskelschichten, nach außen, den oberflächlichen Muskelschichten, trainiert. Der in der tiefsten Schicht der Bauchdecke quer verlaufende Musculus transversus abdominis ist der für das Powerhouse wichtigste Muskel und muss vor Beginn jeder Pilates-Übung aktiviert werden. Das Training umfasst Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung. Atemübungen sind besonders wichtig in diesem Übungssystem. Gezielte und kontrollierte Atemübungen verbessern die Lungenfunktion und die Sauerstoffversorgung des Blutes. Pilates-Übungen helfen Sportverletzung vorzubeugen oder bei der Rehabilitation nach Verletzungen.

Das Pilates-Training bewirkt

  • ein verbessertes Körperbewusstsein,
  • die Kräftigung und Stärkung des Körperzentrums,
  • eine straffe und schlanke Muskulatur,
  • die Verbesserung bzw. Korrektur der Haltung,
  • eine anmutige Bewegungsweise,
  • weniger Muskelverspannungen,
  • mehr Ausgeglichenheit,
  • eine Leistungsverbesserung in anderen Fitness- und Sportarten.

Der Fokus der Pilates-Methode beruht auf folgenden Trainingsprinzipien:

  • Konzentration/Whole Body Movement: Ausgehend von Hubertus Joseph Pilates‘ Grundgedanken, dass der Geist den Körper formt, ist im Zuge dieser Trainingslehre die absolute Konzentration auf die Bewegungsabläufe und die damit verbundenen körperlichen Vorgänge gerichtet; Ganzkörperübungen sind der Kern der Trainingsmethode, um die verkörperte Selbstwahrnehmung zu verbessern. Konstante mentale Konzentration auf Bewegung und Atmung erzeugt entspannte Zustände in der Bewegung. Nicht die Intensität der Bewegung steht im Vordergrund, sondern ihre Qualität.
  • Bewegungsfluss/Rhythmus: Ausgewogene Entwicklung von Kraft und Beweglichkeit für die biomechanisch sinnvolle Belastung der Gelenke. Geschmeidige, langsame und flüssige Bewegungen, nicht nur während der Übungen, sondern auch im Alltag, beugen Verletzungen vor, beruhigen das Nervensystem und fördern die Entspannung. Beim Einsatz der Muskelgruppen sind Koordination und Reihenfolge der Bewegungen bedeutsam. 
  • Atmung: Die Harmonie zwischen der jeweiligen Übung und der darauf abgestimmten Atemtechnik steigert den Trainingserfolg. Der Atem dient als Mittler zwischen Körper und Geist. Die Konzentration auf die Atmung bewirkt Wachheit und Achtsamkeit.
  • Präzision: Von der Ausgangsstellung über die Aktivierung der Körpermitte bis hin zur Rückkehr zur anfänglichen Stellung ist der präzise Übungsablauf für den Erfolg maßgebend. Die wiederholt korrekte Ausführung einer Übung bzw. Bewegung ermöglicht den Trainingserfolg (Bewegungsqualität statt -intensität).
  • Kontrolle: Kontrolliert ausgeführte Bewegungen und Atemtechnik für ökonomischen Krafteinsatz; Ausgleich von Spannung und Entspannung der Muskeln; nur solche Muskeln werden aktiviert, die gerade für die Pose erforderlich sind, alle übrigen Muskeln werden gleichzeitig entspannt. Es geht um das Erlernen einer guten Technik.
  • Zentrierung: Der innere Mittelpunkt, der durch den Geist wahrgenommen und durch die richtige Muskelanspannung im Powerhouse definiert wird, ist das wichtigste Prinzip des Pilates-Trainings. Jeder Bewegungschritt in den Übungen muss aus einem stabilen Zentrum heraus und mit korrekt aktiviertem Powerhouse ausgeführt werden.

Zur Person:

H.J. Pilates wurde 1883 in Mönchengladbach, Deutschland, geboren und entwickelte sein sportliches Programm zuerst in der Internierung in England während des Ersten Weltkriegs unter dem Motto: „Art of Contrology“. 1926 emigrierte er nach New York, USA, und eröffnete ein Trainingsstudio (1929). Schauspieler, Tänzer und Models wurden Anhänger seiner Methode. H. J. Pilates entwickelte die fünf klassischen Übungsgeräte („Universal Reformer“ [Patent 1924], Cadillac, Chair, Barrel, Spine Corrector), um den Schülern eine Unterstützung bei der Ausführung der Übungen zu geben. Das weit verbreitete Mattentraining ist heute die dominante Übungsform. Die rund 500 Pilates-Übungen wechseln ab zwischen Dehnung und Kräftigung der Muskulatur.

 

 






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