YOGA

Gesundheit durch Bewegung, Entspannung, Achtsamkeit und Selbsterkenntnis

Nachfolgend einige Ausführungen zu den von mir praktizierten Yogastilen und meinen Kursen.

Den Anforderungen und negativen gesundheitlichen Folgen der Leistungssteigerungsgesellschaft stelle ich den Hatha-Yoga als Maßnahme zur emotionalen Selbstregulation, Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und Hilfe zur Selbsthilfe entgegen. Die Yoga-Disziplinen werden innerhalb des Konzepts der selbsthilfe- und lebensstilorientierten Mind-Body-Medizin als vielversprechende komplementäre Behandlungsansätze zur positiven Beeinflussung der psychischen Gesundheit und Behandlung körperlicher Erkrankungen erforscht und diskutiert.

Aus moderner Sicht fördert die Yoga-Praxis (Sadhana) das dynamische Gleichgewicht zwischen Umwelt und Individuum, die Balance zwischen äußeren Stressoren und subjektiven Ressourcen, durch die Einnahme einer achtsamen, gegenwärtigen Haltung sich selbst gegenüber. Yoga dient dazu, wieder mit dem eigenen Körper in Kontakt zu kommen und ein klares Gespür für die Körpergrenzen zu entwickeln. Yoga entspannt die Muskulatur und reguliert den Atem. Praktizierende (Sadhakas) nehmen sich selbst besser wahr, steigern ihre Stimmung, reduzieren grüblerische Gedanken und intensivieren ihr Wohlbefinden. Schmerzpatienten können lernen, durch eine Neuausrichtung ihrer Wahrnehmung, das Schmerzempfinden zu verändern und somit wieder mehr Lebensqualität gewinnen.

Die Yogakurse sind nach folgenden Prinzipien aufgebaut:

  • Pranayama (Atemübungen)
  • Asana (Körperhaltungen)
  • Meditation/Entspannung
  • Ausrichtung auf die eigene innere Quelle (Ressourcen)

Pranayama (Atemführung)

Der Atem hat einen zentralen Stellenwert und wird während allen Übungen bewusst geführt. Wie wir atmen, hat fundamental mit unserer Lebenskraft und unserem Lebensgefühl zu tun. Die Konzentration auf den Atem hilft, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Viele Menschen ziehen (unbewusst) beim Einatmen den Bauch ein und machen damit das eigene Zwerchfell unbeweglich, anstatt den Bauch auszuweiten und dem Zwerchfell Raum zum Einatmen zu lassen. Durch die Korrektur einer unvollständigen, zu flachen oder "paradoxen" Atmung spüren wir die wohltuenden Veränderungen in Körper und Psyche. Die drei wichtigsten Atemformen sind natürliche Atmung (genannt Bauch- bzw. Zwerchfellatmung), Yoga-Vollatmung (langer tiefer Atem) und die Nasenwechselatmung (Nadi sodhana). Atem und Geist hängen eng miteinander zusammen. Gewöhnlich beeinflusst der Zustand des Geistes die Atmung. Umgekehrt können wir aber auch durch bewusste Atemlenkung unseren Gemütszustand positiv beeinflussen, Stress abbauen und das Nervensystem beruhigen. Alle Asanas werden langsam und konzentriert mit bewusster, natürlicher Atmung durchgeführt.

Asana

Die Asanas (im Sanskrit: ruhige Haltung) sind darauf ausgerichtet, das körperliche und emotional-mentale Wohlbefinden zu fördern. Sie wirken gesundheitsfördernd auf den gesamten Organismus, insbesondere auf den Bewegungsapparat, den Rücken und die Wirbelsäule. In der Medizin wird behauptet, jemand ist so jung wie seine Wirbelsäule. Die verschiedenen Posen bewegen die Wirbelsäule in acht Richtungen und dienen damit besonders der Aufrichtung der Wirbelsäule und der Körperhaltung. Sie kräftigen und dehnen zugleich die Rücken-, Schulter-, Brust-, Bauch-, Hüft- und Beinmuskulatur und massieren die inneren Organe. Ein anderes Ziel der Yogaübungen liegt in der Befreiung von Körperblockaden und Verspannungen, um die Kanäle für den freien Fluss der Energie (Prana) zu öffnen. Der Hatha Yoga beinhaltet eine Vielzahl von Körperhaltungen (Asanas) mit unzähligen Variationen. Die Posen werden langsam vollzogen und längere Zeit gehalten, um den Körper in die richtige Stellung zu bringen. Beim Halten der Asanas wird die Aufmerksamkeit des Übenden nach innen gelenkt. Gleichzeitig werden Körperhaltung und Atem in Einklang gebracht. Köperhaltung und Atem sind untrennbar miteinander verbunden und können bei korrektem Zusammenspiel den Geist zur Ruhe bringen.

Meditation

Unser heutiges Leben ist weitgehend außengerichtet bzw. -gesteuert. Moden, Trends, Statussymbole sind begehrt und gleichwohl auswechselbar. Die Orientierung wird dadurch schwieriger. Der Ausspruch, dass nichts stetiger als der Wandel sei, steht hierfür in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen. Als Ausgleich benötigen wir Menschen die Kraft der inneren Stille, einen Anker, der uns wieder zur Ruhe kommen lässt, die Besinnung auf die innere Quelle. Meditation ist ein wichtiger Bestandteil des Yoga aus der Einsicht heraus, dass wir uns und unseren Körper nicht entspannen können, wenn unser Geist mit seinem immerwährenden inneren Fernsehprogramm aus Sorgen, Plänen und Assoziationen und Konditionierungen fortfährt. Man kann aber seine Gedanken nicht auf Befehl anhalten und in Leerlauf setzen. Deshalb zentrieren und entspannen wir den Geist, indem wir ihn auf den Atem, Klang oder bestimme Konzentrationspunkte ausrichten. Meditation gibt dem Menschen in der hektischen und lauten Welt von heute den notwendigen Halt und die Kraft von Innen.

Entspannung

Zwischen den Übungen, nach speziellen Übungsreihen und am Ende der Stunde wird Entspannung durchgeführt. Entspannung ist ein komplexes und multidimensionales Phänomen. Dazu gehört vieles: Loslassen, Vertrauen, Hingabe, Liebe, Akzeptanz, sich dem Lebensfluss überlassen, Freude u.v.m. Durch Entspannung wollen wir die freigesetzte Energie integrieren. Entspannungsverfahren (AT, PMR, Body-Scan, Yoga Nidra) und Mediation bringen uns in die Lage, die Position des neutralen Beobachters der eigenen Gedankenspiralen im Hier und Jetzt einzunehmen und damit Selbstwahrnehmung, Achtsamkeit, Empathie und Mitgefühl zu schulen.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Buch: „Yoga & Embodiment. Stress und Schmerz bewältigen.“

Themen- und zielgruppenspezifische Kurse

Die Kurse sind themen- und zielgruppenspezifisch strukturiert:

„Yoga gegen Stress und Rückenschmerzen“ spricht Menschen an, die unter der Belastung von negativ wahrgenommenem „Stress“ und seinen körperlichen Auswirkungen leiden. Im Vordergrund stehen die Prävention und Linderung von unspezifischem Kreuzschmerz, Schulter-Nacken- und psychosomatischen Beschwerden, Haltungsschulung, Entspannung und der Umgang mit den eigenen Gedankenspiralen.

„Yoga Asana meditativ“ gründet auf der sog. Rishikesh-Reihe, eine Abfolge von Yogastellungen (Asanas) in der Tradition des indischen Yogalehrers Swami Sivananda. Sie besteht aus dem langen und achtsamen Halten der Yogaposen in Verbindung mit Techniken der Konzentration auf Atem, Chakren, Affirmationen und Mantras. Ziele sind Achtsamkeitsschulung, Bewustseinserweiterung, Stärkung der inneren Mitte und Lebensfreude durch Zentrierung des Geistes, Reduzierung von Angst, Sorge, Ärger und Stress, tiefe Entspannung.

In dem Kurs „Yoga für Life Balance“ kommen durch den kombinierten Einsatz von Techniken aus dem Hatha- und Kundalini-Yoga statische und dynamische Übungen im Wechsel zum Einsatz. Ziele sind die Aktivierung und Steigerung der Lebensenergie und -freude, der Selbstheilungskräfte und des kreativen Potenzials, die Förderung von Beweglichkeit und Kraft, Stimmungsaufhellung, die Stärkung der mental-emotionalen Balance, Befreiung von Angst und Überdruß, Achtsamkeitsschulung. Der Kurs hilft die Energiebalance wieder herzustellen und ein ganzheitliches Leben zu führen.

„Hatha-Yoga-Flow“: „Flow“ ist das Grundprinzip des Lebens. In diesem Kurs geht es um die Aktivierung der Lebensenergie durch Übungsserien, die dynamisch fließend durchgeführt werden. Ziele sind die Seigerung des Emergielevels, der Lebensfreude und der Konzentration, Stressabbau, Stabilisierung von Körper, Geist und Psyche.

„Yoga für Anfänger” spricht Menschen jeden Alters an, die gezielt Ruhe und Entspannung suchen. Der vermittelte Yogastil ist Hatha-Yoga und besteht aus leicht nachvollziehbaren Atemübungen, Asanas, Entspannungsverfahren und Meditation. Ziele sind wieder in Bewegung zu kommen, die Steigerung der Körperwahrnehmung, Linderung von stressbedingten Verspannungen und Schmerzen sowie das Bewusstsein für mehr Selbstfürsorge zu fördern.

Darüber hinaus bieten wir weitere zielgruppenorientierte Yoga-Kurse für Menschen an, die sich körperlich stärker fordern, Bewegungsmangel und dessen Folgen kompensieren und ihre Leistungsfähigkeit steigern wollen (Yoga für Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene, Jugendliche und junge Erwachsene). Kurse für Frauen in der prä- und postnatalen Zeit und Senioren komplettieren das Programm. Im Rahmen von "Raja-Yoga"- und Entspannungskursen sowie Wochenendworkshops biete ich die geistigen und spirituellen Aspekte des Yoga Menschen an, die durch mentale Übungen, Meditation und Stille ihr Bewusstsein erweitern und ihr kreatives Potenzial steigern wollen.

 






Yoga Zentrum Darmstadt
Elisabeth Baender-Michalska
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